Modellbauclub Jever e.V.
Modellbauclub Jever e.V.

Corona Spezial

Nach 2 Monaten Abstinenz haben sich unsere Vereinsmitglieder in der 2. Maiwoche getroffen, um Ihrem geliebten Hobby nachzugehen. Manche von uns hatten regelrechte Entzugserscheinungen. Natürlich waren strenge Hygienemassnahmen einzuhalten, das Vereinsheim blieb leider verschlossen und die Abstandsregeln galten auch bei uns. Zum Glück für Alle stehen uns nahezu 1 Hecktar Fläche zur Verfügung, weshalb dies auch für Niemanden zum Problem wurde.

 

Viele von uns haben die Zeit des Corona "Lock-Down" und auch der anschließenden Einschränkungen genutzt und im Bastelkeller ihre Flugzeuge zu warten, zu reparieren oder einfach Neue zu bauen.

Daher haben wir diese Sonderseite ins Leben gerufen, um dem Ganzen einen würdigen Rahmen zu geben.

*** Fotos durch anklicken vergrößern...***

 

Bereits im Februar begonnen, konnte der PANAVIA TORNADO aus Depron von Patrick Anfang April fertiggestellt werden. Am 08.05.2020 fand der erfolgreiche Erstflug, gefolgt von 2 Testflügen statt. Das Modell flog super, leider war Patrick zu geizig, in einen vernünftigen Motor zu investieren, so dass eine Notlandung gerade eben ohne Schäden den Flugtag beendete -bis auf den Motor - der schaffte es nicht. Er hat aber bestimmt noch einen in seiner Kiste liegen...

Patrick legt sehr viel Wert auf seine anlassbezogen Themen-Lackierung...

 

Karl baute in gewoht sorgfältiger Manier seine F-15 EAGLE . Ein bischen Depron vom ortlichen Baumarkt, etwas Kleber und dann noch, was die Bastelkiste hergab. Beim Erstflug am 08.05.2020 machte ihm ein (möglicherweise) in der Anleitung falsch angegebener Schwerpunkt einen Strich durch die Rechnung. Nach einer Rolle und einem ungewollten Looping konnte er gerade noch eine Außenlandung vermeiden. Schäden waren so gut wie keine zu verzeichnen, die Klappluftschraube schaffte es aber nicht.  Wir sind gespannt auf das nächste Mal.

 

Patricks 2. Modell hatte seinen Erstflug bereits am 08.05.2020. Es entstand nach einem Plan, den er gratis im Internet ausdrucken konnte. Es ist angeleht an eine PIPER CUB. Das gesamte Flugzeug besteht aus Resten und Dingen, die sowieso vohanden waren. Lediglich Kleber musste gekauft werden. Der Pfennigfuchser....

Der Erstflug war aber nicht von Erfolg gekrönt. Ein ungenau gearbeiteter Ansatz der Tragfläche (zu hoher Anstellwinkel), gepaart mit ungenügendem Motorsturz und -leistung, verhalf dem Flugzeug zu einem "Harrier", anschl. konnte es gerade eben kontrolliert abgelegt werden.

Resultat war ein verbogenes Fahrwerk, was aber neu angefertigt werden könne, wie Patrick meinte. Am meisten ärgerte er sich über den gebrochenen Propeller, denn der schlägt mit sündhaft teueren 3 Euro zu buche. Klar, dass seine Stimmung auf dem Tiefpunkt war...

Update 21.05.2020: Auch der Zweitflug (ohne Foto) verlief identisch erfolglos. Wieder das gleiche Flugbild, aber diesmal ohne Schäden. Also zurück in die Werkstatt. Diesmal soll es ein stärkerer Motor sowie angepasster Motorsturz und -zug werden. Wir werden sehen...

Update: 29.05.2020:

Das war´s. Dank stärkerem Motor zog die Cub zwar in den Himmel, aber Patrick wusste sofort, dass er vermutlich nicht wieder "normal" landen würde. Das Ergebnis ist in Anbetracht des Aufschlags als moderat zu bezeichnen, trotzdem hatte Patrick die Faxen dicke und holte seinen "Immer-dabei-man-weis-ja-nie-Riesenmüllsack" heraus.

Er ist aber guter Dinge, dass sich das eine oder andere für sein neues Projekt weiterverwenden lässt.

 

Ilja hatte seinem 3D Drucker ein paar Überstunden verordnet. Nach 300 von diesen und unzähligen abschließenden Detaillierungen stand sie da, seine MiG15,  in der Lackierung einer vergangenen Epoche. Bestückt mit einem 90er Impeller wartete Sie auf den Erstflug.

Dieser fand am 08.05.2020 statt. Ohne Anstand hob Sie ab und zog ihre Kreise. Leider kam Ilja nicht mehr dazu die notwendigen Trimmungen vorzunehmen, als sich der Motor verabschiedete. Einige der Vereinsmitglieder hielten es zunächst für ein technisches Gimmik um die Zuschauer zu beeindrucken. Diesmal lagen sie falsch und Ilja musste zur Aussenlandung ansetzen. Die Beschädigungen sahen schwer aus, aber Ilja meinte, das sei reparierbar. Wir werden warten - auf den zweiten Erstflug:

 

Als Video haben wir hier den Erstflug verlinkt: https://www.youtube.com/watch?v=i3XksNWHwLE&t=5s

 

Gut dass Ilja noch seinen Prototyp aus dem 3D Drucker dabei hatte. Per Flitsche (Gummiband) mit Startrampe schoss der RAZOR BLADE in den Himmel. Schnell und wendig, so mag Ilja das. Als nächstes folgt eine Geschwindigkeitsmessung per GPS.

Ein kleines Video der Bauabschnitte haben wir auch verlinkt.

https://www.youtube.com/watch?v=irTOF6D9Lag&t=37s

Die F4U Corsair hatte Patrick im Rohbau von einem Vereinskameraden überlassen bekommen. Sein "größtes Projekt" bisher, denn das Flugzeug ist komplett aus Balsaholz und wurde anschließend von ihm mit Glasfaser überzogen und hat vermutlich 30 Dosen Lack spendiert bekommen. Aber oh Wunder, diesmal hatte Patrick hochwertige Komponenten verwendet und das Modell konnte am 20.05.2020 seine Erstflug, gefolgt von einem Testflug, erfolgreich absolvieren. Viele meinten, die Optik sei noch besser als das Flugbild, aber das lassen wir mal dahingestellt...

Danke Michael.

Am 21.05.2020 führte Detlef den Erstflug seiner MiG15 durch. Mit viel Liebe zum Detail hatte er sich über den Winter fertiggestellt und auf einen schönen, windstillen Tag gewartet. Mit einem kräftigen Wurf beförderte er sie in die Luft und drehte anschließend seine Runden.

Bereits hier zeigte sich, dass der werkseitig gelieferte Motor deutlich zu schwach war. Dieser Umstand sollte Detlef beim zweiten Start zum Verhängnis werden, denn ihm passierte beim Werfen ein Fehler. Die MiG quittierte dies sogleich mit einer Bodenberührung, zum Glück ohne nennenswerte Schäden.

Detlef will jetzt auf einen wesentlich stärkeren Motor umrüsten, so dass das Modell von selbst aus der Hand nach oben zieht, ganz ohne zu werfen. Wenn das mal gut geht.

 

Als wäre die Corsair nicht genug, hatte Patrick am 21.05.2020 noch eine M.1c Bristol mitgebracht. Auch diese hatte ihm ein Vereinsmitglied überlassen, unter der Auflage, diese auch fertig zu stellen. Was er nicht gesagt hatte, war, dass das Modell noch in einen Schuhkarton passte und aus Einzelteilen aus Balsaholz und Folie auf einer Rolle bestand. Patrick meinte, dies sei sein bisheriges Meisterstück, von 0 auf 100 in 3 Monaten, noch dazu sieht sie gut aus und fliegt "standesgemäß". Er legt Wert darauf, dass die Farbgebung dem Original nachempfunden ist, und zwar der einzig noch existierenen Original-Bristol auf der Welt, ausgestellt in Australien.

Danke Peter...

Am 21.05.2020 hatte Patrick zusätzlich noch einen kleinen Raben dabei. Gerade einmal 60cm Spannweite, dafür aber mit großem Motor, äh Schnabel. Gebaut aus Depron-wie meist. Wir vermuten, Patrick hat gleich aufgrund eines Mengenrabattes eine größere Menge davon erstanden.

Der Erstflug verlief nur zum Teil erfolgreich. Das Foto entstand beim ersten Versuch und resultierte auf deutlich zu großen Ruderausschlägen. Halb so schlimm, denn etwas Kleber und Klebeband und um 70% reduzierte (!) Ausschläge und der Rabe flog tatsächlich und sogar ziemlich stabil. Patrick meinte, er werde noch ein paar Test machen und dann das Modell etwas größer und in einer anderen Lackierung (Möwe) neu aufbauen. Die Sichtbarkeit ist doch arg eingeschränkt. Kostet gerade einmal 3 Euro für eine Platte Depron, meint Patrick, aber das ist es ihm wert.

Torsten unternahm am 08.06.2020 seinen Erstflug. Zugegebenermaßen bei etwas zu viel Wind und deutlich mehr als sich andere Vereinsmitglieder je trauen würden, aber Torsten meinte, es jucke ihn in den Fingern. Mit einem Vereinskamerad führte er noch einen Pre-Flight Check durch, änderte hier und dort noch ein paar Einstellungen und dann: Der Albatros DVa hob langsam, gemächlich und unspektualär ab - offensichtlich waren die Einstellarbeiten im Vorfeld erfolgreich gewesen. Der starke Wind machte Torsten schwer zu schaffen, aber nach 6 Minuten konnte er sicher und sanft wieder landen. So muss das sein.

Inzwischen sind sich alle am Platz sicher, dass Patrick tatsächlich eine größere Menge Depron erstanden hatte. Diesmal, am 09.06.2020 tauchte er mit einer F/A-18 auf, welche er jedoch nur in 80% der ursprünglich vorgesehen Größe baute. Warum, weis wohl nur er. Das Resultat ist ein überaus schwierig zu fliegendes und agiles Modell mit minimalst möglichen Ruderauschlägen - aber: Es fliegt.

Da Patrick das Setup noch nicht gefällt (Regler-Motor-Luftschrauben Kombination) meint er, dass er vermutlich einen Neubau wagen wird, diesmal dann mit 110% Größe. Bei Materialkosten von geschätzen 10 Euro und Wiederverwendung der vorhandene Komponenten machen wir uns um die Finanzierbarkeit des Projektes keine Sorgen.

more to come...

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2020 Modellbauclub Jever e.V. Homepagegestaltung by P. Klauke Letze Änderung: 10.06.2020